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Androgenetische Alopezie der Frau

Der hormonell erblich bedingte Haarausfall (Alopecia androgenica) ist auch bei Frauen mit ca. 80% die häufigste Form des Haarausfalls. Er tritt in der Regel ab dem 30. Lebensjahr auf. Vermehrt kommt er in den Wechseljahren vor. Die erbliche Veranlagung zum Haarausfall kann aber auch bereits bei jüngeren Frauen unter 30 Jahren so stark ausgeprägt sein, dass es zu sichtbaren Haarlichtungen kommt.

Haarwachstumsstörungen fangen meist unmerklich an. Sie werden deshalb lange nicht wahrgenommen und oft erst spät behandelt. Das Haar wird zunächst dünner und kraftlos, es verliert an Volumen und lässt sich nicht mehr so leicht frisieren. Die Haarqualität verschlechtert sich, die Haarwurzeln bringen nur noch dünne, kurze, fast farblose Flaumhaare hervor. Bei Frauen tritt der hormonell erblich bedingte Haarausfall im Scheitelbereich auf. Die Kopfhaut wird immer deutlicher sichtbar.

Haarausfall bei Frauen: Ludwig-Schema

Ursache der androgenetischen Alopezie ist eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT). Dieses kommt auch im weiblichen Körper natürlicherweise vor. Unter dem Einfluss von DHT verkleinern sich die Haarwurzeln, und die Blutgefäße können diese nicht mehr ausreichend versorgen. Durch eine anhaltende Unterversorgung fallen die Haare verfrüht aus, und die Haarwurzel kann nur noch sehr dünne Flaumhaare nachbilden, bis sie die Haarproduktion gänzlich einstellt. Mit der richtigen Nährstoff-Versorgung kann die Haarwurzel wieder reaktiviert werden.