Frau mit vollem Haar lächelt

Haarpflege und Haarwachstum

Zusammenfassung
Eine Europäerin hat im Durchschnitt etwa 100.000 Haare auf dem Kopf, die ungefähr 0,3 Millimeter pro Tag wachsen. Kaum zu glauben, aber wahr: Legt man diese Zahlen zugrunde, wächst das Haar einer Frau insgesamt 30 Meter pro Tag! Rund um das Thema Haarwachstum und Haaraufbau gibt es noch viele weitere spannende Fakten. Und auch beim Thema Haarpflege gilt es so einiges zu beachten. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über Wachstum und Aufbau der Haare sowie über die richtige Pflege und Behandlung von dünner werdendem Haar.

Gesundes Haarwachstum verläuft zyklisch

Charakteristisches Merkmal menschlicher Haare ist das Wachstum in sich wiederholenden, voneinander unabhängigen Zyklen. In seinem Haarfollikel verfügt jedes Haar über einen individuellen Lebensraum. Die darin eingebettete Haarwurzel steuert den Entwicklungsverlauf in einem eigenen, von benachbarten Haaren unabhängigen Rhythmus. In aufeinanderfolgenden zeitlichen Abschnitten durchläuft das Haar dabei eine Wachstums- sowie eine Ruhe- und Ausfallphase. Als Folge kommt es zu einer kontinuierlichen, schrittweise verlaufenden Haarerneuerung, die täglich zu einem normalen Verlust von 60 bis 100 Haaren führt.

Haare haben einen komplexen Aufbau

Der Haarschaft ist der äußerlich sichtbare Teil des Haares. Er besteht aus einer fadenförmigen Struktur gehärteter Hornzellen... Unter der Haut liegt der Haarfollikel als schlauchförmige Einstülpung, die das Haar verankert und die Wachstumszone von den benachbarten Haaren abgrenzt. Im Haarfollikel liegt die Haarwurzel, deren Form und mehrschichtiger Aufbau an eine Zwiebel erinnern. Der eigentliche Entstehungsbereich des Haars befindet sich von mehreren Gewebeschichten geschützt im Inneren der Haarwurzel. Ein durchblutetes Bindegewebe in der unteren Region des Haarfollikels dient als Nährboden für die Bildung der Hornzellen und übernimmt die Steuerung des zyklischen Entwicklungsverlaufs.

Hilfe für dünner werdendes Haar: Die richtige Pflege mit natürlichen Wirkstoffen

Verschiedene Einflüsse können die Qualität unserer Haare beinträchtigen und zu Haarschäden führen. Dazu zählen beispielsweise eine ungesunde Lebensweise, zu intensives Bürsten, zu straffe Frisuren, zu heißes Föhnen oder chemische Behandlungen wie Färben. Für gesundes und kräftiges Haar sollten Sie daher auf ein paar Dinge achten.

Haarpflege: Tipps für gesunde Haare

Ähnlich wie die Haut lassen Haare Rückschlüsse auf das körperliche Wohlbefinden zu und entwickeln darüber hinaus ein untrügliches Langzeitgedächtnis für die kleineren und größeren Sünden des Alltags: Der Zustand der Haare reagiert auf sorglose Lebensgewohnheiten, seelische Belastungen, chronische und akute Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und Pflegefehler. Schöne Haare sind deshalb in erster Linie gesunde Haare, und eine üppige Frisur trägt als Merkmal von Vitalität zu einem guten Selbstwertgefühl bei. Ob dick oder dünn, lockig, glatt, fein oder widerspenstig: Unabhängig von der Beschaffenheit, Farbe oder vom Alter kann jedes Haar mit der richtigen Pflege bestmöglich zur Geltung kommen. Unsere Tipps zeigen Ihnen, wie Sie die Haare pflegen, die Haarwurzel stärken und mit einer guten Haarpflege bei Haarausfall die Funktionen des haarbildenden Gewebes unterstützen können.

Haarausfall mit gesunder Lebensweise vorbeugen

Die Gesundheit der Haare hängt maßgeblich von der Gesundheit des restlichen Körpers ab. Haarfollikel brauchen für ihre einwandfreie Funktion eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Dabei gibt es viele Dinge, die Sie selbst tun können: Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung beeinflusst Ihre Haargesundheit. Versuchen Sie unbedingt, allgemeine Ernährungsmängel zu vermeiden, denn das kann einen Einfluss auf die Menge und Qualität Ihrer Haare haben. Zusätzlich zur ausreichenden Kalorien- und Proteinzufuhr sollten Sie sicherstellen, dass Sie genügend Mikronährstoffe wie Vitamine, essenzielle Fettsäuren und Mineralien mit Ihrer Nahrung aufnehmen. Das ist sehr wichtig, da Mikronährstoffe u.a. für die Bildung von Keratin, dem Haarprotein, verantwortlich sind.

Mittel bei Haarausfall und dünner werdendem Haar: Unsere Priorin® Produkte

Weitere Tipps zur schonenden Haarpflege

Um Ihr Haar schonend zu pflegen und Haarausfall vorzubeugen, sollten Sie beim Waschen, Trocknen und Stylen ein paar Dinge beachten:

Haare waschen

Die richtige Pflege beginnt beim Waschen der Haare. Ein zwei- bis dreitägiger Rhythmus eignet sich in der Regel am besten für die Haarwäsche zu Hause. Längeres Haar braucht meist keine täglichen Wäschen, und dünnes, feines Haar kann unter allzu häufigem Einsatz von Wasser und Shampoo mitunter leiden.

Tipp 1: Bürsten oder kämmen Sie vor dem Waschen die Reste von Styling-Produkten sorgfältig aus dem Haar und verwenden Sie anschließend lauwarmes Wasser, um die Haare anzufeuchten.

Tipp 2: Wählen Sie ein mildes und pflegendes Shampoo, das Ihr Haar nicht mit Zusatzstoffen belastet. Zum Beispiel eignet sich hier das Priorin® Shampoo. Es ist für jeden Haartypen geeignet und kommt ohne Konservierungsstoffe und Parabene aus. Außerdem bietet das Priorin® Shampoo mit einer Inhaltsstoffkombination aus Hirseextrakt, Glykoproteinen sowie dem Pro-Vitamin B5 insbesondere kraftlosem und dünner werdendem Haar eine vitalisierende Pflege.

Tipp 3: Verwenden Sie eine etwa haselnussgroße Menge Shampoo, das Sie durch Verreiben in der Hand zunächst aufschäumen. Das Shampoo lässt sich dann leichter im Haar verteilen und später gut wieder ausspülen.

Tipp 4: Massieren Sie das Shampoo sorgfältig mit kreisenden Bewegungen in das Haar ein und achten Sie dabei auf eine sanfte Behandlung der Kopfhaut, um diese zu schonen. Ein einziger Waschgang mit Shampoo recht völlig aus, um das Haar zu reinigen. Spülen Sie im Anschluss die Rückstände des Schaums mit lauwarmem Wasser aus.

Tipp 5: Etwas kaltes Wasser zum Schluss wirkt erfrischend und fördert die Durchblutung.

Tipp 6: Gesundes Haar gedeiht auf einer gesunden Kopfhaut am besten. Gönnen Sie sich daher öfter mal eine wohltuende Kopfhautmassage. Das kann ein Masseur oder einer Ihrer Lieben übernehmen. Mit ein wenig Übung können Sie sich sogar selbst ein paar Wohlfühlminuten gönnen. Legen Sie dazu die Spitzen der Finger mit sanftem Druck auf den Kopf und bewegen Sie diese langsam in kreisenden Bewegungen über die Kopfhaut. Anschließend führen Sie die Massage in den Bereichen Hals, Schläfen und Ohren fort.

Haare trocknen

Tipp 1: Schlagen Sie die nassen Haare in ein Handtuch ein und drücken Sie sie leicht aus, ohne zu rubbeln oder die Haare auszuwringen. Denn gerade im feuchten Zustand ist das Haar sehr empfindlich – zu rabiate Trocknungsmethoden können zu Haarbruch oder Spliss führen.

Tipp 2: Allzu heftiges Ziehen oder Reiben kann die Haarstruktur schädigen. Deshalb sollten Sie nasses Haar nach dem Waschen am besten mit einem Kamm mit groben, abgerundeten Zinken glätten. Um Knoten in längerem Haar zu lösen, können Sie eine Bürste mit natürlichen, abgerundeten Borsten verwenden. Gehen Sie dabei sanft mit verfilzten Stellen um, damit das Haar nicht bricht oder ausreißt.

Tipp 3: Lassen Sie Ihre Haare nach dem Waschen, wenn möglich, an der Luft trocknen. Durch die Hitze des Föhns verliert das Haar Feuchtigkeit und ist anfälliger für Strukturschäden. Das Styling mit Glätteisen, Lockenstab oder Lockenbürste strapaziert das Haar zusätzlich. Muss es nach dem Duschen doch einmal schnell gehen, teilen Sie am besten einzelne Haarsträhnen ab, die Sie nacheinander föhnen, ohne die höchste Hitzestufe zu wählen. Um Haar und Kopfhaut zu schützen, halten Sie den Föhn außerdem stets etwa 15 bis 20 Zentimeter vom Kopf entfernt.

Haarstyling, Blondieren, Färben und Tönen

Tipp 1: Tragen Sie längere Haare nach Möglichkeit offen oder stecken Sie Ihre Frisur nur locker hoch. Versuchen Sie Haargummis zu meiden, die einen straffen Zug erzeugen oder mit Metallteilen am Haar schrubben.

Tipp 2: Wenn Sie Dauerwellen oder eine neue Farbe ausprobieren möchten, suchen Sie sich einen guten, erfahrenen Friseur. Vor allem das Blondieren und Färben erzeugt Stress für die Haare, weil die Behandlung im ersten Schritt Pigmente entzieht und – je nach Haarfarbe – anschließend wieder Farbstoffe in das Haargewebe einschleust. Außerdem können manche Stoffe in Haarfärbemitteln Allergien auslösen. Aufgrund der chemischen Inhaltsstoffe sollte man beim Färben der Haare auf jeden Fall Handschuhe tragen.

Tipp 3: Schonender lässt sich die Haarfarbe durch eine Tönung variieren: Sie legt sich um das Haar herum, ohne die tiefen Strukturen in Mitleidenschaft zu ziehen. Am besten sollte ein Friseur das Tönen übernehmen, der auf die individuelle Beschaffenheit der Haare mit Fachwissen eingehen kann. Bei dünner werdendem Haar ist die richtige und schonende Behandlung besonders wichtig.

Erfahrungen mit Haarausfall

Steffi
Eugenie
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